Geburtsbericht
In der Nacht vom 29. Zum 30. April ging der Schleimpfropf
ab. Ab da hatte ich leichte unregelmäßige Wehen. Die waren noch nicht schlimm.
Eher wie starke Mensschmerzen, die in den Rücken ziehen.
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1. Nacht nicht geschlafen.
Am 30. (ET) wollte ich eigentlich abends zu Freunden. Ich
hatte den ganzen Tag über etwa alle 20 Minuten Wehen. Schon etwas stärker, aber
immer noch gut zu veratmen. Gegen abend wurden sie dann stärker und kam in
Abständen von etwa 10 Minuten. Ich sagte also das Treffen ab und rief im
Kreissaal an. Dort hat man mir empfohlen, zu baden. Gesagt getan. Die Wehen
waren immer noch da und kamen jetzt etwa alle 8 Minuten. Wir machten uns also
auf ins KH. Dort angekommen, wurde ich erstmal untersucht. Befund: Muttermund
1cm. Da war ich natürlich schon enttäuscht. Wir haben also auf der Station ein
Zimmer bezogen. Die ganze Nacht hatte ich starke Wehen. Etwa alle 6 Minuten.
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2. Nacht nicht geschlafen.
Am morgen bin ich wieder in den Kreissaal gegangen. Befund:
Muttermund 1cm. Da hab ich erstmal geheult, weil die Nacht echt heftig war und
rein gar nichts gebracht hat. Die Wehen wurden im Laufe des Vormittags weniger.
Zum Glück war schönes Wetter und wir sind viel spazieren gegangen. Was
allerdings sehr anstrengend war, weil die Wehen immer stärker wurden. Am
Nachmittag dann schon so stark, dass ich mich nicht mehr auf den Beinen halten
konnte.
Abends gegen 9 bin ich dann in die Wanne gegangen. Davor
bekam ich nen Einlauf von einer nicht besonders netten Hebamme. (Die wurde zum
Glück eine Stunde später durch eine sehr nette abgelöst) Immer wieder in kurzen
Abständen sehr starke Wehen (Ich dachte man bricht mir das Rückgrad). Da ich
langsam mit meiner Kraft am Ende war, bat ich um ne PDA. Die bekam ich auch,
mit den Worten „Werden sie gar nicht merken“. Tja, ich habs schon gemerkt und
bin zusammengezuckt. Blöderweise saß dadurch das ganze nicht so richtig. Ich
hab also rechts von der Wirbelsäule weniger gemerkt und links noch alles. Ich
konnte etwa ne halbe Stunde kurz entspannen, weil ich die Wehen weniger gemerkt
hab. Danach wurde zwar nochmal nachgespritzt, aber das hatte bei mir iwie kaum
Wirkung. Gegen halb eins in der Nacht kam ich dann an den Wehentropf, weil es
einfach nicht vorwärts ging und ich fix und alle war. Die PDA hat ab da meiner
Meinung nach kaum noch gewirkt. Es war für mich echt Horror. Die Wehen kamen
jede Minute. Irgendwann hab ich mich gefühlt, als müsste ich mal groß aufs Klo.
Ab da gingen die Presswehen los. Die haben leider auch nochmal etwa 2h
gedauert. Nach einer Weile hab ich dann gemerkt, dass das Baby doch nicht
hinten rauskommt :D… Ich hätte nie gedacht, dass ich mich so gehen lassen kann,
aber ich hab eigentlich nur noch gebrüllt. Weil ich so fertig und auch
verzweifelt war. Irgendwann hat die Hebamme dann die Ärztin angerufen und die
kam auch recht schnell. Nach jeder Wehe wurde der Herzschlag beim Baby
kontrolliert. Ich glaub, die hatten sich schon fast bissl auf weitere
Hilfsmittel eingestellt, weil es nicht vorwärts ging. (Hinterher haben sie auch
gesagt, dass sie fast nen Dammschnitt gemacht hätten.) Ich hab zwischendruch
geredet wie ein Wasserfall. Alle sagten, ich soll meine Kraft aufsparen, aber
es ging iwie nicht anders :D
Kurz vor halb 4 früh kam dann endlich der Kopf raus. Ich hab
nie in meinem Leben solche Schmerzen gehabt. Und werde diesen Schmerz auch nie
wieder vergessen (Ich heul grad schon wieder fast, wenn ich dran denke). Die
Wehe war eigentlich schon durch, aber ich hab nochmal mit aller Kraft gepresst
und dann war sie da (3.28 Uhr). (Als die Schulter rauskam fand ichs bei weitem
nicht so schmerzhaft). Mein Freund durfte die Nabelschnur durchschneiden und
dann durfte ich kuscheln. Allerdings nicht lang. Ich musste genäht werden.
Dammriss 2. Grades (trotz Himbeerblättertee und wochenlanger Dammmassage). Und
Schamlippenschürfung. Das Nähen hat etwa ne halbe Stunde gedauert und mein
Freund durfte währenddessen kuscheln.
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3. Nacht
nicht geschlafen
Die Geburt war das schlimmste lange Wochenende meines
Lebens. Ich hatte währenddessen echt Angst, dass ich dieses Kind nicht lieben
könnte, weil es mir solche Schmerzen bereitet. Ich habe es aber vom ersten
Moment an über alles geliebt.
Am 2. Mai und auch die ersten Tage konnte ich mich kaum
bewegen. Mein ganzer Körper war total verkrampft. Ich hab schlecht Luft
bekommen und hatte wahnsinnige Gliederschmerzen. Mittlerweile überlege ich, mal
zum Osteopathen zu gehen, weil ich denke, dass ich durch die Geburt Blockaden
habe.
Für mich war die Geburt der absolute Horror und ich bin mir
sicher, dass K*** ein Einzelkind bleiben wird.
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